cOllaPse
der letzte Tag Indien ist fuer uns angebrochen. Hinter uns liegen mal wieder einige anstrengende und erlebnisreiche Tage.
Die Backwater-Tour auf unserem eigenen Hausboot war toll, wir lagen studenlang auf Kissen und Matratzen und haben in die Kanaele und Seenlandschaft geguckt, waehrend wir von unserem Koch bekocht wurden. Die Menschen leben auf wenige Meter breiten Landzungen in der Seenlandschaft und halten auf dem kleinen Streifen Land Gefluegel, Rinder usw., waschen sich in der Dreck-Bruehe und haben manchmal nicht mehr als ein Fetzenzelt. Manchmal ist das schon erschreckend.
Nachts haben wir an einem Ufer neben einem Reisfeld geankert, das gerade geflutet wurde. Es scheinen dort Unmengen an Tieren zu leben, es war auf jeden Fall wahnsinnig laut: Froesche, Grillen, Voegel. Bei einem kleinen Spaziergang haben wir auch Schlangen und Eisvoegel gesehen.
Am naechsten Morgen sind wir dann recht adhoc vom Boot geworfen worden, da der Tourismus so boomt gibt es Knappheit an Anlegenplaetzen fuer Boote, also wird die Tour mal kurzerhand um 1,5 Stunden verkuerzt, um noch einen Anlegeplatz zu bekommen. Diskussion ist sowieso zwecklos. Trotzdem hat es sich gelohnt
dann sind wir aus Mangel an besseren Optionen mit einer oeffentlichen Fahre fuer ca. 10 Cent weiter 2,5 h durch die Backwaters in einen Ort ca 30km weit weg gefahren, die Fahrt war ganz interessant. Dort haben wir uns mal wieder von einem Rikshah-Fahrer belabern lassen und sind in einem HomeStay bei Leuten zu hause unterkommen, war ganz ok. Allerdings nervt das ewige Feilschen, Tricksen etc mega-doll.
Abends waren wir auf einem Tempelfest bei dem so gut wie gar keine Touristen waren, es gab Taenze, Elefanten und sonstige Hindu-Traditionen bei 40 Grad abends im Staub des Tempels. Ganz schoen stressig, aber trotzdem interessant. So langsam setzt mir der kulturelle Wandel doch zu, dieser ganze Dreck, Gestank, waehrend mal die Taenze anguckt, fallen Wanzen von den Bauemen auf einen drauf, Spinnen ueberall Vogeldreck usw.
Am naechsten Morgen sind wir zureck nach Kochi und haben uns hier fuer 1 Euro pro Tag 2 Raeder ausgeliehen und sin dwar durch die Strassen hier gefahren, das Judenviertel war ganz besonders gut, vorbei an Chilli- und Reishaendler und Gewuerzlaeden. Dann waren wir noch mit dem RAd auf einer gegenueberliegenden Insel und sind dort geradelt.
Irgendwann war dann doch alles zu viel, diese Hitze und das allerschlimmste in der Stadt ist der Gestank. Die Duft-Kulisse wandelt sich von Muell-Gestan, dann wieder toter Fisch-Gestank, immer wieder unterbrochen von dem beissenden Gestank von verbranntem Muell, dazwischen Urin-Gestank und natuerlich Autoabgase. Ich habe einen kleinen Kollaps bekommen und konnte mich noch gerade ins Hotel schleppen, wo ich mich von 5 Uhr nachmittag an bis heute um 10 nicht mehr bewegt habe. Jetzt geht es aber schon wieder und ich denke, ich werde die Reise auch gut ueberstehen :-)

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