Die Vorfahren der Jackson-Family...
Badagry
Badagry (traditionally Agbadarigi) is a coastal town and Local Government Area (LGA) in Lagos State, Nigeria. It is situated between Metropolitan Lagos, and the border with Benin. As of the preliminary 2006 census results, the municipality had a population of 241,093.[1]
Founding and early history
Nigeria's first Christian Mission in Badagry. This is located at the museum of slaveryFounded in the early 15th century on a lagoon off the Gulf of Guinea, its protected harbour led to the town becoming a key port in the export of slaves to the Americas. From the 1840s, following the suppression of the slave trade, Badagry declined significantly, but became a major site of Christian mission work. In 1863, the town was annexed by the United Kingdom and incorporated into the Lagos colony. In 1901, it became a part of Nigeria.
Badagry subsists largely on fishing and agriculture,and maintains a small museum of slavery. It is also one of many Nigerian locations from which the infamous "Nigerian Scan" originates.
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Gestern gings also nach Badagry, ein kleines Dorf (wir hatten unser dem Namen "Sklaven-Hafenstadt" eine andere Vorstellung gehabt 1,5h Richtung Benin. Über Stock und Stein, durch Schlammloch und über Slums hinweg gen Norden. Glücklicherweise hatte ich einen Platz im Avis-Auto ergattert und musst mich nicht in den Mini-Bus quetschen. Der Fahrstil sowie die Aussicht aus dem Fenster hat trotzdem leider Übelkeit erzeugt. Vorbei an Müllhalden / Mülldörfern, dann durch riesige Schrottplätze mit den allerältesten Autos, wo teilweise Leute drin wohnen bis aufs Land hin. Doch dort sehen die Dörfer leider ähnlich schlimm aus. Kleine Hüttchen, die besten aus Stein gebaut (Rohbauten ohne Fenster, ca. Garagengröße), die schlechteren aus Wellblech gezimmer und die ganz schlechten aus Bast-Matten. Es war ja Sonntag morgen, also viele Leute hatten sich in der "kirche" (Rohbau-Halle auch ohne Fensterglas) versammelt. Hier und da brennt ein Feuer wo jemand was drauf brutzelt oder Fett heiß macht, um essbares zu fritieren. Kleine Kinder laufen herum zwischen Ziegen, Hunden, Katzen. Von afrikanischer Dorf-Idylle ist aber keine Spur, weil überall Müll herumliegt, Autowracks, dazwischen Heineken-Werbung. Jedes Dorf hat einen Brunnen, wo man Wasser holen kann. Die Leute sind so arm.
Zwischen den Häusern stehen so eine Art Gruften, wo die Yoruba-People ihre Familienangehörigen direkt neben dem Haus begraben. Alle sind neben dem christlichen Glauben noch sehr spirituell, betreiben Vodoo etc. naja, dann wurden wir erstmal in einer Art Luxus-Resort zwischengeparkt. Idyllisch direkt am Wasser von Palmen umsäumt. Bei einem kühlen Bier an der Poolbar hat man versucht, das gesehene ganz weit wegzuschieben (hat auch geklappt).
Dann nach Badagry, wieder 30min Fahrt. Leider war das heritage museum geschlossen und der Slavehafen hat sich als Anlegestelle für kleine Kähne entpuppt. Dennoch wurden hier von 1452 - 18xx Millionen Sklaven gen Westen verschifft. Von Badagry auf eine gegenüberliegende Insel und von dort in die großen Schiffe. Auch die Vorfahren der Jackson-Family kommen vom Hinterland hier und der älteste Bruder von Michael war vor kurzem auch da. Interessant ist, dass angeblich nicht die Weissen die Schwarzen verschleppt haben, sondern die Stammesführer in den Dörfern im Hinterland haben ihre eigenen Leute verkauft gegen etwas Gun-Powder oder ein Stück eines besonders guten "Geistes". Die Weissen haben da natürlich schön mitgemacht und die Skalven abgekauft. Die meisten gingen nach Brasilien, die Karibik und natürlich die Südstaaten der USA.
Ja, so war das damals.
Dann hatten wir noch ein leckeres Essen im Luxusresort "Whispering Palms" und per Speedboat ein Trip zurück nach Lagos und einen letzten Kaffee im Boat Club Lagos, wo die Mitgliedschaft 31Tsd Euro im Jahr. Der eine hats, der andere nicht....
morgen folgen Bilder

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