[4] Italiener
alora - Halbzeit. 4 Wochen unter Italienern. Alora - was haben wir alles gelernt. prego - so viel. Italiener sind toll und - oh wunder - alle ganz unterschiedlich und dann doch wieder stereotyp - manchmal. diese Kapitel ist dem Italiener an sich gewidmet.
dem Italiener?? noooooohhhh - da gibt es so ein verschrobenes Volk ganz im Westen. Sardinier oder Sardiner(??) genannt. die Sardinier sind, wie wir sie erlebt haben, das typische Inselvolk. ein bißchen verschroben, introvertiert und ein bißchen zurückgezogen. wir haben sie typischerweise Ziegenkäse-verkaufend auf den Märkten erlebt, Bauern, die eher im Landesinneren leben, da ihre Schaf-, Ziegen oder Rinderherden haben, Gemüse anbauen und alle Schätze an den Straßenrändern oder auf dem Markt verkaufen. Vormittags gesellen wir uns unter die Italiener in der Tabacchi-Bar zu einem Espresso und mittags oder abends gerne im Ristorante. Auf Sardinien dann oft mit einem dünnen Hirtenbrot dabei, ganz dünnes Brot, was eher wie Chips aussieht und schmeckt, was die Hirten mitnehmen. Sardinier sind eher introvertiert. - Für Italiener - damit aber noch meilenweit extrovertierter als Deutsche. Insbesondere, wenn ein Bambini ins Blickfeld gerät. darüber haben wir schon berichtet. Nachmittags treffen sich die "Locals" gerne zum Gelati und lassen den Tag ausklingen.
Sizilianer sind auch Italiener. aber andere. Sizilianer empfinde ich als den stereotypen Italiener an sich. Laut, den ganzen Tag grillend - kochend, espresso/wein/granite oder aperol-trinkend, machohaft und auch versessen auf Bambinis. Sizilaner essen. vielleicht wirklich den ganzen Tag. zumindest bereiten sie den ganzen Tag Essen zu. und helfen gerne und quatschen jeden an, dem sie helfen könnten. leider immer und nur auf italienisch. egal. wir verstehen uns schon irgendwie.
Ich liebe es die Italiener vormittags im Dorf zu beobachten. dann gesellen wir uns mit ihnen in die Bar und gucken die neuesten politischen oder fußball-News im Fernsehn an und dazu einen Espresso mit einem süßen Cornetto dazu. meist finden sich dort interessanterweise nur Männer - wie bei uns der Frühschoppen in der Kneipe. Heute lief nebenan die Messe in der Kirche, die Dorfjungs tranken Espresso und Prosecco, die Mädels / Frauen trafen sich am Nebentisch mit den Babys zum Wässerchen. Frauen sind entweder jung, relativ aufgetakelt oder alt und vielen Kindern. dazwischen scheint es eine Schallgrenze zu geben.
Politik scheint - im aktuellen Geschehen - nicht ganz unwichtig zu sein. Berlusconi scheint dabei übrigens kein Thema zu sein. Als ich einige Zeit letztenSamstag in Palermo di Herren in der Cafe-Bar beobachtete, während ich meinen Cappuccino schlürfte und nebenan unsere Wasserpumpe repariert wurde, verstand ich zum ersten Mal, warum Berlusconi hier gut ankommt. er scheint mir - zumindest beim stereotypen Sizilianer - das Zielbild schlechthin zu sein. Erfolg bei den Frauen, Erfolg im Job, cool. hmmmmm....
Auf den Campingplätzen erkennen wir auch sofort die Italiener. wie gesagt - sie kochen den ganzen Tag, gucken oft und laut Fernsehn, haben viele, spielende Kinder und sind oft am Strand. im Vergleich zu den anderen Campern lesen sie eher wenig und unterhalten sich viel. Grillverbote scheinen ihnen egal zu sein. Man kann gut mit ihnen ins (italienische) Gespräch kommen. wir mögen Italiener.

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